Opel wird nun doch nicht verkauft

Nach monatelangen Verhandlungen entschied sich der Verwaltungsrat des US-Konzerns am Dienstag, 3.11. – völlig unerwartet – gegen einen Verkauf des Rüsselsheimer Traditionsunternehmens Opel an den kanadisch-österreichischen Autozulieferer Magna. Opel bleibt nun doch bei General Motors (GM).

Die Bundesregierung bedauerte die Entscheidung. Zugleich forderte sie, dass GM Opel in seiner Leistungsfähigkeit stärke, die erforderlichen Anpassungen auf ein unverzichtbares Mindestmaß begrenze und die Brückenfinanzierung über 1,5 Milliarden Euro fristgerecht zurückzahle.

„Es ist kein guter Tag für Opel und kein guter Tag für die Region“, sagte der Hessische Ministerpräsident Roland Koch heute auf einer Pressekonferenz in Wiesbaden. „GM mutet uns etwas zu, was man sich unter Partnern nicht zumutet.“ Die Entscheidung von GM, Opel nun doch nicht – wie geplant – an den kanadisch-österreichischen Investor Magna zu verkaufen, bezeichnete Koch als überraschend und schwer nachvollziehbar.

Ausschlaggebend seien die Verbesserung des Geschäftsumfeldes und die strategische Bedeutung von Opel, erklärte GM.

Der Opel-Betriebsrat ist tief besorgt.

Siehe auch Opel-Verkauf vertagt und
Guttenberg: Keine voreilige Entscheidung bei Opel

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