Die Querelen um die Staatsbürgschaften zur Sanierung des Opel- Konzerns scheinen beendet. General Motors hat nach offiziellen Verlautbarungen alle Anträge auf staatliche Kredite durch Deutschland zurückgezogen und will aus eigener Kraft sanieren. GM begründete seinen Schritt damit, dass immer noch keine Entscheidungen vorlägen und sich der Prozess schwieriger gestalte als ursprünglich angenommen.
Welche Auswirkungen diese Entscheidung für die Opel Werke in Deutschland haben wird, ist noch nicht genau absehbar. Nach derzeitigem Kenntnisstand sind außer der des belgischen Werkes in Antwerpen keine weiteren Schließungen geplant. Dennoch will GM insgesamt 3.900 Stellen in Deutschland abbauen.
In Rüsselsheim hofft man auf gute Zeiten. Es wäre tragisch, wenn gerade in der Wiege der Traditionsautomarke Opel, die Produktion eingestellt werden würde.
Opel Chef Nick Reilly in Rüsselsheim indes zeigt sich optimistisch. Opel könne sich nach seiner Ansicht nun auf die Umsetzung des Wachstumsplanes konzentrieren. Unter anderem sind für dieses Jahr acht und für das nächste Jahr vier neue Produkte geplant. Das Investitionsvolumen dafür liegt bei rund elf Mrd. Euro. Es gäbe weiterhin Gespräche, die Marke Opel in verschiedenen Ländern wieder einzuführen.
Auch der Betriebsrat des Konzerns begrüßt die Entscheidung von GM. Es war wichtig Klarheit zu schaffen und die Spekulationen und Unsicherheiten aus der Welt zu schaffen.
Bleibt also zu hoffen, dass der Muterkonzern General Motors die Probleme in den Griff bekommt und seine Investitions- sowie Wachstumspläne in die Realität umsetzen kann.