Norbert Blüm – dieser Name ist sehr vielen Menschen noch gut im Gedächtnis, war er doch sechzehn Jahre lang Bundesarbeitsminister in Deutschland. In Rüsselsheim ist der Name Norbert Blüm aber noch besser bekannt, denn er ist ein Sohn dieser Stadt. In Rüsselsheim wurde er am 21. Juli 1935 geboren, und seine Lehre absolvierte er als Werkzeugmacher bei dem Automobilhersteller Opel. Später holte er dann sein Abitur nach, und zwar in Mainz an einem Abendgymnasium. Anschließend studierte er in Bonn und Köln Germanistik, Theologie, Soziologie, Geschichte und auch Philosophie.
Bereits im Jahre 1950 war er in die CDU eingetreten, und im Jahre 1972 zog Norbert Blüm zum ersten Mal in den Bundestag ein. Nur zehn Jahre später gehörte er dem ersten Bundeskabinett von Kanzler Helmut Kohl als Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung an, und er brachte es fertig, die ganzen sechzehn Jahre der langen Ära Kohl auch in dieser Position zu bleiben. Nachdem es dann zum Wechsel der Regierung 1998 kam, zog sich Norbert Blüm immer mehr aus der Politik zurück, und 2002 schied er auch aus dem Bundestag aus.
Dennoch ist er seiner Heimatstadt und auch der Politik weiterhin erhalten geblieben, was man an seinem Einsatz während der Opel-Krise sehen konnte, wo er sich engagiert zu Wort meldete. Auch wenn er viele Jahre in Bonn verbracht hat, ist der Bezug zu seiner Heimatstadt Rüsselsheim nie verloren gegangen.